Sexualpädagogik in der Kirche

In einem abwechslungreichen und authentischen Rahmen bieten wir Jugendlichen die Chance, sich mit dem Thema Sexualität auseinanderzusetzen und diese immer ganzheitlicher verstehen zu lernen. Das macht nicht nur Spass, sondern ermutigt auch, vermeintlichen Tabus einen Namen zu geben. Unser Team leitet die Jugendlichen fachkundig an, um mit Gleichaltrigen zu diskutieren, Fragen in einem geschützten Rahmen zu stellen und in geschlechtergetrennten Gruppen zu reflektieren.

unser Angebot

In Konfirmandenklassen

Pro Jahr sind wir in 20–30 Konfirmandenklassen unterwegs. Konfirmanden brauchen oft eine etwas längere Einstiegsphase um sich auf das Thema einzulassen. Erfahrungsgemäss eignet sich die Lektion Sexualisierte Umwelt dazu sehr gut. Je nach Wunsch können weitere Lektionen wie z.B. Gleich und anders oder Sex – was bringt’s? angefügt werden.

In Jugendgruppen und Teenagerclubs

In Teenagergruppen und Jugendclubs kennen sich die Jugendlichen meist untereinander. Die Leiter sind oft Ansprechpersonen. Das ermöglicht eine individuelle, der Gruppe angepasste Rahmen- und Ablaufgestaltung.

Wir sind in Kirchen der verschiedensten Denominationen unterwegs. Gerne besprechen wir mit dir, welche Lektionen zu eurem aktuellen Programm oder Thema passen. Die Jugendichen sollen möglichst viel profitieren.

Als Referenten in Jugendgottesdiensten

Gerne besprechen wir am Telefon mit dir, wie sich das Thema Sexualität in einem Jugendgottesdienst aufgreifen lässt. Wir verfügen über ein ausgearbeitetes und erprobtes Konzept.

Lektionen

(Nach Möglichkeit beginnen wir mit dieser Lektion)

Über das Unterthema „Sexualisierte Werbung“ bieten wir einen niederschwelligen Einstieg, welcher die TN einlädt, sich mit ihrer Wahrnehmung von Sexualität und ihrem Selbstwert auseinanderzusetzen. Uns Referenten ermöglicht diese Lektion, die TN besser kennenzulernen und einen Eindruck davon zu erhalten, was sie beschäftigt und wie stark sie sich an diesem Anlass damit auseinandersetzen möchten.

Stichworte dazu sind

Werbung, „Sex sells“, Schönheitsideale, Photoshop, Attraktivität, Sexyness, Sexting, Pornografie, Sexuelle Lerngeschichte, Selbstwahrnehmung, Prägung, Selbstwert, grundsätzlich eine positive Sicht auf Sexualität geben

Fragen, denen wir nachgehen, sind

• Wo begegnet uns Sexualität im Alltag?
• Was prägt mein Bild von Sexualität?
• Was lässt uns bestimmte Merkmale attraktiv und andere unattraktiv finden?

Den Austausch untereinander und das Verständnis füreinander zwischen Männern und Frauen fördern. Erfahrungsgemäss wird die Lektion von den TN besonders geschätzt, da sie es ermöglicht, in einem geschützten und dennoch lockeren Rahmen, Fragen ans andere Geschlecht zu stellen. Je nach Alter der TN und Dynamik der Gruppe kann so ein interessanter und ehrlicher Austausch stattfinden, der hilft, sich selbst und das andere Geschlecht besser kennen und verstehen zu lernen.

Stichworte dazu sind

Persönlichkeit, Identität, Unterschiede, Klischees, Verhaltensmuster, Hormone, Zyklus, Umgang mit dem anderen Geschlecht, gegenseitige Ergänzung der Geschlechter, Wertschätzung einander gegenüber

Fragen, denen wir nachgehen, sind

• Wie verhält es sich mit den verschiedenen Klischees, die einem Geschlecht zugeteilt werden?
• Was schätze ich, was nervt mich am anderen Geschlecht?
• Wie können sich charakterliche Unterschiede auf Liebesbeziehungen und die Sexualität auswirken?

Die Lektion möchte die Jugendlichen dazu anregen, sich Gedanken darüber zu machen, was ihnen bezüglich Sexualität wichtig ist und sie ermutigen, sich ihren Grenzen und Zielen bewusst zu werden. Über das Stichwort „Pubertät“ und mit Erklärungen zu den Veränderungen des Körpers und Psyche werden die drei Dimensionen (Körper, Psyche, Beziehung) von Sexualität vorgestellt.

Stichworte dazu sind

Drei Dimensionen von Sexualität, Ziele, Grenzen, Sexuelle Lerngeschichte, Verantwortung, persönlicher Glaube an Gott

Fragen, denen wir nachgehen, sind

• Was ist dein Ziel? Was ist dir wichtig in Bezug auf deine Sexualität?
• Was braucht’s, um Sexualität erfüllend zu erleben?
• Gibt die Bibel Impulse zum Thema Sexualität? – Wieso würde ich ihnen Beachtung schenken, wieso nicht?

Die Lektion bietet den TN die Möglichkeit, sich Gedanken über ihre Meinung und Prägung zu Themen wie Beziehung, Liebe und Sexualität zu machen. Sie lernen verschiedene Sichtweisen von anderen TN und den Referenten kennen. Es werden Statements projiziert wie z.B.: „Liebe auf den 1. Blick gibt es.“, worauf sich die TN im Raum bei „JA“, „NEIN“ oder „JOKER“ positionieren können. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch – stattdessen findet ein kurzer Austausch darüber statt, wieso man bei „JA“ oder „NEIN“ steht.

Stichworte dazu sind

Attraktivität, Beziehung leben, Liebe auf den 1. Blick, das 1. Mal, Geschlechterrollen, Meinungsbildung, Prägung, Austausch

Fragen, denen wir nachgehen, sind

• Was denke ich, was denken andere darüber? Habe ich überhaupt eine Meinung?
• Was könnte der Grund für eine andere Meinung zu diesem Statement sein?
• Wieso habe ich diese Meinung, wie bin ich geprägt?

Wer seine Grenzen wahrnimmt und achtet, kann sich selber besser vor Grenzüberschreitungen schützen. Mit kurzen, praktischen Übungen zum Thema „Nähe und Distanz“ möchte diese Lektion die TN dazu ermutigen, ihre persönlichen Grenzen ernst zu nehmen. Ein kurzer Vortrag hilft, die verschiedenen Begriffe „Grenzverletzung“, „sexueller Übergriff“ und „sexuelle Ausbeutung“ zu differenzieren und informiert darüber, wo Hilfe zu finden ist.

Stichworte dazu sind

Nähe und Distanz, Bauchgefühl, Selbstvertrauen, meine Grenzen wahrnehmen, gute und belastende Geheimnisse, Abhängigkeitsverhältnisse, Sexting, Grenzverletzung, sexueller Übergriff, sexuelle Ausbeutung, Gesetz und Recht

Fragen, denen wir nachgehen, sind

• Was definiert eine Grenzverletzung, ein sexueller Übergriff, sexuelle Ausbeutung?
• Wie kann ich mich schützen?
• Wo erhalte ich Hilfe für mich, für meine/n Freund/in?

Aussagen der prominentesten Bibelverse zum Thema Sexualität werden vorgestellt. Matthias Bischofberger hat diese in seiner Diplomarbeit für sein Bachelorstudium in praktischer Theologie herausgearbeitet und erklärt aus seiner Sicht, was die Bibel über Sexualität sagt bzw. nicht sagt. Es stellt sich heraus: Gott liebt klare, liebevolle, von gegenseitiger Wertschätzung und von Achtung geprägte Beziehungen und wünscht uns die besten Voraussetzungen, um grösstmögliche Intimität, Nähe und Befriedigung zu erleben.

Stichworte dazu sind

Liebe, Reife, Treue, Glaube als Ressource in der Sexualität, Resultate einer theologischen und empirischen Auseinandersetzung

Fragen, denen wir nachgehen, sind

• Äussert sich die Bibel zu Lust und Sexualität?
• Was sind Rahmenbedingungen für eine (möglichst) erfüllende Sexualität? Was sagt die Bibel dazu?

Diese Übung bietet den TN eine Plattform, um über brisante Themen ins Gespräch zu kommen, ohne dass sie ihre eigenen Standpunkte offen legen müssen. Das gemeinsame Suchen nach Argumenten, die für oder gegen eine provokante oder klischeehafte Aussage sprechen, bietet dem TN die Chance, eine differenziertere Sicht der Thematik zu bekommen und sich seiner eigenen Prägungen bewusst zu werden.

Stichworte dazu sind

Sexuelle Orientierung, voreheliche Sexualität, Umgang mit Lust und weitere Themen

Fragen, denen wir nachgehen, sind

• Wie können wir zusammen auf eine gute Art und Weise und offen auch über schwierige Themen sprechen?
• Wie gehe ich mit brisanten Themen um? Was leitet und prägt mich?
• Was beschäftigt, fühlt und wünscht sich ein Mensch, der anders denkt und lebt als ich?

Interessiert?

Wenn Sie uns bereits kennen oder von Ihrer Seite her klar ist, welches Angebot Sie wünschen, nehmen Siemit uns Kontakt auf. Um den Auftrag  zu bestätigen, definitiv abzumachen und das Programm im Detail zu besprechen, melden wir uns dann telefonisch oder per E-Mail bei Ihnen.

Wenn Sie noch Fragen haben, weitere Informationen wünschen oder die Rahmenbedingungen (Angebot, Finanzierung, Termine) noch klären möchten, melden Sie sich bitte über das Kontaktformular bei uns. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung.

Wir erarbeiten mit Jugendlichen interaktiv und unter Berücksichtigung der emotionalen Ebene Themen rund um die Sexualität. Ziel der Lehreinheiten ist es, die Jugendlichen zu ermutigen und herauszufordern, mit den vermittelten und selber erarbeiteten Inhalten einen Bezug zu ihrer eigenen körperlichen Entwicklung und ihren Erfahrungen herzustellen. Das hilft ihnen, (selbst)kritisch mit diesen Erfahrungen im Alltag umzugehen.

Wir wählen verschiedene Methoden, Unterrichts- und Sozialformen, um die Veranstaltungen individuell der Gruppe angepasst zu gestalten. Damit Jugendliche ihre Themen beim Namen nennen können, arbeiten wir gerne mit der Gruppe alleine. Die Veranstalter sind dazu eingeladen, die Begrüssung und das Schlusswort an die Gruppe zu richten.

Unsere christliche Grundhaltung zeigt sich in unserer persönlichen Wertehaltung: Für uns sind alle Jugendlichen – unabhängig von ihrer Herkunft, Kultur oder religiösen Sozialisierung – gleichwertig. Wir sind überzeugt, dass der Umgang mit sich selbst und anderen – gerade auch im Bereich der Sexualität – von Respekt und Verantwortungsbewusstsein geprägt sein soll. Dabei gilt es, die eigenen Grenzen klar zu definieren und die Grenzen des anderen zu respektieren.

Gerne offerieren wir Ihnen unsere Leistungen:

Mit Sexualität kompetent umgehen erfordert einen eigenen Standpunkt.

Auch in christlichen Gruppen beschäftigen vielfältige Aussagen und Haltungen

Team

Susanna Aerne

Susanna Aerne

Systemische Paar- und Familienberaterin IKP
Beraterin SGfB

Mutter von vier Kindern

susanna.aerne@swk.swiss

Matthias Bischofberger

Matthias Bischofberger

Fachperson sexuelle Gesundheit in Bildung und Beratung SGS
BA in praktischer Theologie

Vater von vier Kindern

matthias.bischofberger@swk.swiss

Madeleine Rytz

Madeleine Rytz-Hofer

Sexualpädagogin
Dipl. Sozialpädagogin HF
Zert. Schemapädagogin

Mutter von zwei Kindern

madeleine.rytz@swk.swiss

Andrea Beyeler

Dipl. Pflegefachfrau
Freelancerin im SWK seit 2012

andrea.beyeler@swk.swiss

Bettina Schmid

Dipl. Pflegefachfrau
Freelancerin im SWK seit 2015

bettina.schmid@swk.swiss

Als externes sexualpädagogisches Fachteam gehen wir auf konkrete Fragen und Themen ein – im Plenum, wie in geschlechtergetrennten Gruppen. Unser Ziel ist es, ein Bild einer ganzheitlichen Sexualität zu vermitteln, um die Jugendlichen darin zu unterstützen eine selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln.

Jugendverantwortliche können uns für einzelne Lektionen oder ganze Unterrichtsblöcke aus unserer Themenauswahl buchen. Wir wirken auch in Eltern- und Weiterbildungsveranstaltungen informell und fachspezifisch mit und stehen gerne beratend zur Seite.

Möchten Sie uns buchen? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Stimmen zu unseren Einsätzen

«Wenn ich wieder dran bin mit Lager leiten, gehört der Tag mit dem Weissen Kreuz auf jeden Fall wieder dazu!»

«Ganz herzlichen Dank nochmals für deinen Einsatz bei uns im Untilager! Die Jugendlichen haben von dir und deinem abwechslungsreichen Programm sehr profitiert. Einige von ihnen haben sich auf einen eher langweiligen Bio-Unterricht eingestellt und waren vom Tag dann sehr positiv überrascht und begeistert!»

«Es waren alle begeistert von diesem Abend! Leiter, wie auch Teens fanden das Programm super und sprachen nur positiv von diesem Abend!! … Die Diskussionen haben sich nachher durchs Camp weitergezogen und beim Abwaschen wurden wir Köchinnen noch einmal von den Teens gelöchert 😉 Das war cool!!»

Leiterinnen und Leiter

«Ihr seid spitze!»

«Es war echt cool!»

«Es war sehr lehrreich und jede Frage habt ihr gut beantwortet.»

«Heute ist mir klargeworden, dass Sex Zeit braucht.»

«Ich habe gelernt, was Frauen an uns Männern gern haben und was sie auszusetzen haben.»

«Ich fand es spannend. Ich habe gelernt, dass es in der Beziehung sehr wichtig ist, auf den Partner zu hören und ihn zu verstehen.»

Jugendliche

«Ich habe das Weekend in super Erinnerung. Eure Inputs waren sehr gut, abwechslungsreich und altersgerecht: Sprache, Medien, Sozialformen, verständliche, praxisbezogene Beispiele.»

«Für mich war es super, dieses Wochenende gab ein geniales Fundament, worauf ich in der Beziehung mit meinem Sohn weiter bauen kann. Es war eine totale Freiheit und die Sexualität kam als etwas Schönes, Geniales und Unverklemmtes rüber… völlig natürlich. Auch meinem Sohn hat es gefallen. Er konnte sehr von der gegebenen Basis profitieren, und wir konnten gut zusammen diskutieren und austauschen.»

Eltern

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Rufen Sie uns jetzt an unter +41 (0)62 767 60 00 oder schreiben eine E-Mail an info@swk.swiss